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Curriculum Palliativpsychologie

für Klinische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen

2027/2028 in Österreich



Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du schon weißt.

Aber wenn du zuhörst, lernst du vielleicht etwas Neues.

(Dalai Lama) 

Sei stark genug, um unabhängig zu bleiben.

Sei klug genug, um zu erkennen, wann du Hilfe brauchst.

Sei weise genug, darum zu bitten.

Besondere Stärke zeigt nicht derjenige, der keine Hilfe braucht,

sondern derjenige, der Hilfe annimmt.

Das Institut für Palliativpsychologie in Österreich wurde als gemeinnütziger Verein von den beiden Klinischen und Gesundheitspsychologinnen Mag. Viktoria Wentseis und Mag. Helene Wimmer gegründet. Die Anzeige der Vereinserrichtung (§11 VerG) erfolgte am 2.11.2021 an der Bezirkshauptmannschaft Tulln an der Donau. Dem Antrag wurde mit 8.11.2021 seitens der Behörde stattgegeben und das Institut für Palliativpsychologie in Österreich mit Sitz in 3430 Tulln an der Donau eingeladen, die Vereinstätigkeit aufzunehmen (ZVR-Zahl 1178561829).

Als zutiefst im palliativen Denken verwurzelte Klinische Psycholog:innen erleben wir immer wieder Hilflosigkeit angesichts einer lebenslimitierenden Diagnose
 – bei Behandler:innen und Betroffenen.

Der Satz „Wir können nichts mehr für Sie tun“ bringt genau dies zum Ausdruck, ist aber schlichtweg falsch. Man kann IMMER und bis zuletzt etwas für Menschen tun. Das Schwierigste ist dabei häufig das Da-Sein, das Mit-Er-Tragen und das Aus-Halten. In unserer täglichen klinisch-psychologischen Arbeit sind unsere Patientinnen und Patienten oft unsere größten Lehrmeister und bereichern unseren Wissens- und Erfahrungsschatz. 

 

Mit der Gründung des Instituts für Palliativpsychologie in Österreich als gemeinnützigen Verein wollen wir unsere gelebte palliative Haltung mit unserer Expertise vor allem mit dem Fokus auf den psychologischen Bereich weiterentwickeln, verbreiten und in der Qualität steigern. Besondere Bedeutung legen wir dabei neben fachlichem Hintergrundwissen auf zwischenmenschliche Begegnung und Kommunikation. Angesichts der real gewordenen begrenzten Lebenszeit benötigt es einen anderen Zugang als in klassisch psychologischen Settings. Aus der würdezentrierten Therapie stammt die Frage „Was müssen wir über Sie als Mensch wissen, um Sie gut behandeln zu können?“ – genau daran orientiert sich unsere palliativpsychologische Tätigkeit und dies zu verankern ist eines unserer Ziele.


Bei all unserem Tun muss immer der Mensch im Fokus bleiben!

Weil das Netzwerk wichtig ist... 

Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) freut sich, die Gründung des neuen Referats für Palliativpsychologie bekanntzugeben. Dieses wurde im Herbst 2024 zunächst als Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und ist seit April 2025 offiziell der Fachsektion Klinische Psychologie zugeordnet. Mit diesem Schritt setzt der BÖP ein klares Zeichen: Die psychologische Versorgung von Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Angehörigen braucht mehr Sichtbarkeit, Fachkompetenz und strukturelle Verankerung.

Palliativpsychologie ist mehr als klassische Klinische Psychologie im Kontext schwerer Krankheit. Sie erfordert spezialisierte Kompetenzen im Umgang mit existenziellen Themen wie Sterben, Tod, Leid, Verlust und Sinn. In enger Zusammenarbeit mit Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Seelsorge leisten PalliativpsychologInnen einen essenziellen Beitrag zur ganzheitlichen Betreuung am Lebensende – durch psychologische Unterstützung, Kommunikation, Krisenintervention und Trauerbegleitung.



Ziel des Referats ist es, diese fachliche Expertise zu bündeln, den interdisziplinären Austausch zu fördern und die Rahmenbedingungen für PsychologInnen in palliativen Settings weiterzuentwickeln.

Geleitet wird das neue Referat von Mag.a Helene Wimmer und Mag.a Viktoria Wentseis, zwei langjährig tätigen Psychoonkologinnen und Palliativpsychologinnen, die sich diesem sensiblen Themenfeld seit vielen Jahren mit großem Engagement widmen. Die Fachsektion Klinische Psychologie ist sehr dankbar, dass die beiden Expertinnen diesen wichtigen Bereich vertreten und mitgestalten.

Das neue Referat wird Ansprechstelle für Mitglieder sein, die in der Palliativversorgung tätig sind oder sich dafür interessieren. Geplant sind regelmäßige Vernetzungstreffen, fachspezifische Fortbildungen sowie die Erarbeitung praxisrelevanter Empfehlungen, Leitlinien und Stellungnahmen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum neuen Referat für Palliativpsychologie.