Arbeit im palliativen Kontext braucht mehr als Wissen –

 sie braucht Haltung 

Dieses Curriculum im Ausmaß von 160 Einheiten (120 Einheiten Theorie und 40 Einheiten Selbsterfahrung) vermittelt fundierte psychologische Kompetenzen für die Begleitung von Menschen mit schweren und lebenslimitierenden Erkrankungen sowie deren An- und Zugehörigen.


Im Fokus stehen die Verbindung von fachlicher Expertise, persönlicher Haltung und konkreter Handlungssicherheit im klinischen Alltag

Neben theoretischen Grundlagen bietet das Curriculum Raum für Selbsterfahrung, Reflexion und praxisnahe Fallarbeit im multiprofessionellen Kontext.


Das Angebot richtet sich an Klinische Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, die ihre Kompetenzen im Bereich Palliativpsychologie vertiefen und erweitern möchten.

Lehrgangsleitung:
Mag. Viktoria Wentseis 
Mag. Helene Wimmer

(voraussichtlicher Lehrgangstart im Herbst 2027)

Aufbau und Inhalte

Selbsterfahrung

Die Selbsterfahrung eröffnet einen geschützten Raum, um sich mit eigenen Erfahrungen, Haltungen und inneren Reaktionen auf Sterben, Tod und Verlust auseinanderzusetzen. Sie ermöglicht, persönliche Grenzen, Unsicherheiten und Ambivalenzen bewusst wahrzunehmen und zu reflektieren.

Diese Auseinandersetzung bildet eine zentrale Grundlage für die Entwicklung einer tragfähigen professionellen Haltung – als Voraussetzung dafür, Menschen im palliativen Kontext präsent, klar und authentisch begleiten zu können.

Grundlagen und Kernkompetenzen der Palliativpsychologie

Im ersten Block werden zentrale Grundlagen der Hospiz- und Palliative Care vermittelt. Darüber hinaus führt er in das berufliche Selbstverständnis der Palliativpsychologie ein. Im Fokus stehen die psychische Dynamik palliativer Situationen über die Lebensspanne sowie die Entwicklung einer tragfähigen professionellen Haltung im Umgang mit Unsicherheit, Begrenzung und existenziellen Themen. Darauf aufbauend werden grundlegende Interventionsansätze, die eigene Rolle im multi-professionellen Team sowie zentrale Aspekte der Kommunikation in kritischen Übergängen erarbeitet – mit dem Ziel, Patient:innen sowie deren An- und Zugehörige sicher, reflektiert und wirksam begleiten zu können.

 Erleben von Krankheit und Symptomdynamik 

Dieser Block vertieft das Verständnis für unterschiedliche Krankheits-verläufe bei onkologischen und nicht-onkologischen Erkrankungen sowie für neurologische Beeinträchtigungen von Kognition, Bewusstsein und Kommunikation. Ergänzend werden Grundlagen der Palliativpsychiatrie und Psychopharmakologie vermittelt.

Im Fokus stehen zudem psychologische Perspektiven zentraler Symptome wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit sowie existenzielle Belastungen, Angst und Depression. Die Dynamik von Symptomen wird dabei auch aus pflegerischer Sicht beleuchtet, insbesondere im Umgang mit Leitsymptomen und Delir.

 Beziehung, System und Intervention 

Aufbauend auf den ersten Modulen vermittelt der dritte Theorieblock ein systemisches Verständnis von Patient:innen sowie ihren An- und Zugehörigen und fokussiert die Gestaltung tragfähiger Beziehungen im Krankheitsverlauf. Zentrale palliativpsychologische Interventionen werden ebenso erarbeitet wie Ansätze zur Förderung von Würde, Autonomie und Hoffnung. Ein weiterer Schwer-punkt liegt auf der Handlungsfähigkeit in ethischen Konfliktsituationen – etwa bei Therapiezielentscheidungen oder im Umgang mit Sterbewünschen – sowie auf dem professionellen Umgang mit akuten Krisen und traumatischen Belastungen im palliativen Kontext.

 Verdichtung am Lebensende – End of Life Care und Trauer 

Der abschließende Block widmet sich der Begleitung in der letzten Lebensphase und der Antizipation des Lebensendes unter Einbezug rechtlicher Rahmenbedingungen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Erwachsenenvertretung. Die Gestaltung des Sterbens wird als psychischer und relationaler Prozess im multiprofessionellen Kontext verstanden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Trauerprozessen, einschließlich spezifischer Aspekte bei Kindern und Jugendlichen. Der Lehrgang wird durch Reflexion, Integration der Inhalte und einen gemeinsamen Abschluss abgerundet.

Unsere Referent:innen

Auch wenn wir noch keine konkreten Termine haben, freuen wir uns darüber, bekannt zu geben, dass wir von folgenen Kolleginnen und Kollegen ihre Zusage zur Mitgestaltung des Curriculums haben
(in alphabetischer Reihenfolge):

 Dr. Simone M. Bösch, MSc (Klinische und Gesundheitspsychologin)
Jan Gramm (Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Deutschland)

 Dr. Michael Halmich LL.M. (Jurist mit Spezialisierung im Gesundheitsrecht)
Elisabeth Höpperger, MSc (DGKP)

 Dr. Brigitte Mayr-Pirker, MSc MSc MBA (Neurologin und Palliativmedizinerin)
Urs Münch (Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Deutschland) 

 Dr. Dagmar Porstner MSc (Allgemein- und Palliativmedizinerin)
 Dr. Margret Praxl (Neurologin und Palliativmedizinerin) 

 Mag. Uschi Weinhäupl (Klinische und Gesundheitspsychologin) 

 Mag. Thomas Wienerroither (Klinischer und Gesundheitspsychologe) 

Organisatorisches

(in finaler Abstimmung mit Referent:innen, Örtlichkeiten, etc.)

Rahmen und Arbeitsweise

Teilnahmevoraussetzungen

Seminarort

Zeitlicher Rahmen

Kosten

Fortbildungspunkte

Konzept


Vormerken lassen


Das Curriculum befindet sich aktuell in finaler Planung.

Eine unverbindliche Vormerkung ist bereits jetzt möglich.

Interessierte werden informiert, sobald Termine und Details feststehen
und haben die Möglichkeit, sich frühzeitig einen Platz im Curriculum zu sichern.